Zum Abgang von NÖ-Pröll

Der NÖ-Landeshauptmann Pröll hat in den letzten Wochen vor seinem Abgang noch jede Menge an Betonierungsprojekten in NÖ eingeleitet und in seiner Rede heute schreckte er in Trump-Manier nicht davor zurück Gerichte herabzusetzen, wenn sie nicht auf seiner Linie sind. Dass er noch eine Rede vor dem Landtag hielt, hatte Seltenheitswert, denn es gibt wenig Politiker, die gewählte Einrichtungen wie den Landtag so konsequent ignorieren wie Pröll. Er tauchte dort nur ganz selten auf.

In vielen Fragen hat Pröll bundespolitisch eine äusserst negative Rolle gespielt : Persönlich verhindert hat er eine moderate Reichensteuer, die Ausdehnung der LKW-Maut oder eine ernsthafte Schulreform; maßgeblich war er bei der Einstellung von Regionalbahnen oder der Kürzung der Grundsicherung für große Familien und er hat Zweifelhafte Elemente wie Grasser und Strasser gepusht. Wenn so getan wird, als habe er das Land NÖ oder speziell Kulturschaffende aus seiner eigenen Börse gefördert, kann nach seiner Stiftung gefragt werden, wo Landesgelder ihm ein persönliches Instrument förderten. Wenn er derzeit ernsthaft in diversen Interviews meint, er würde alles nochmals so machen, dann zeigt das Selbstbewusstsein, aber auch große Ignoranz. Es ist gut, dass Pröll weg ist und das Genießen seiner Pension sei ihm gegönnt.

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